Alles Wissenswerte zur EM

22. Juni 2008

Alles Wissenswerte zur UEFA Europameisterschaft erfährt man bei der EM Kolumne auf Lizas Welt: Mies gemacht.


Was Karl Kraus meint

20. Mai 2008

»Was ich meine, ist – und da will ich einmal mit dieser entmenschten Brut von Guts- und Blutsbesitzern und deren Anhang, da will ich mit ihnen, weil sie ja nicht deutsch verstehen und aus meinen ›Widersprüchen‹ auf meine wahre Ansicht nicht schließen können, einmal deutsch reden… – was ich meine, ist: Der Kommunismus als Realität ist nur das Widerspiel ihrer eigenen lebensschänderischen Ideologie, immerhin von Gnaden eines reineren ideellen Ursprungs, ein vertracktes Gegenmittel zum reineren ideellen Zweck – der Teufel hole seine Praxis, aber Gott erhalte ihn uns als konstante Drohung über den Häuptern jener, so da Güter besitzen und alle anderen zu deren Bewahrung und mit dem Trost, daß das Leben der Güter höchstes nicht sei, an die Fronten des Hungers und der vaterländischen Ehre treiben möchten. Gott erhalte ihn uns, damit dieses Gesindel, das schon nicht mehr ein und aus weiß vor Frechheit, nicht noch frecher werde, damit die Gesellschaft der ausschließlich Genußberechtigten, die da glaubt, daß die ihr botmäßige Menschheit genug der Liebe habe, wenn sie von ihnen die Syphilis bekommt, wenigstens doch auch mit einem Alpdruck zu Bette gehe! Damit ihnen wenigstens die Lust vergehe, ihren Opfern Moral zu predigen, und der Humor, über sie Witze zu machen!«

Karl Kraus zitiert nach Walter Benjamin: Karl Kraus, in: ders.: Gesammelte Werke, Bd. II,1. Frankfurt am Main 1977. S. 334-367, hier: S. 366.


Auftakt zu den Karlsruher Dreck-Weg-Wochen

13. März 2008

“Abfallwirtschaftsamt verschenkt zu Ostern Straßenbesen
Im Rahmen der zweiten Karlsruher Dreck-weg-Wochen gibt es ein Ostergeschenk vom Amt für Abfallwirtschaft (AfA): In der Nacht von Freitag, 14. März, auf Samstag, 15. März, sind Mitarbeiter des AfA in der Stadt unterwegs und verstecken 50 robuste Straßenbesen. Gekennzeichnet sind sie mit einem orangefarbenen Schild, auf dem “Nimm mich mit … und feg mit mir” zu lesen steht.

Wer einen solchen Besen findet, kann ihn mit nach Hause nehmen und künftig die Umgebung seiner Wohnung von Unrat befreien. Beispielsweise auch vor Ostern zum Frühjahrsputz. Zudem ist an dem Besen eine Gewinnkarte angebracht. Ans AfA zurückgeschickt, nimmt sie an einer Verlosung teil”

Wer´s nicht glaubt…. Nimm mich mit und feg` mit mir!


JAN OFF & KLAUS N. FRICK

15. Januar 2008

Freitag, 08.02.2008 / 20 Uhr / Kohi (Werderplatz, Karlsruhe-Südstadt)

JAN OFF & KLAUS N. FRICK

Sir Jan Off aus Hamburg erfreut sich mit seiner bizarren und grotesken Kurzgeschichten seit Jahren steigender Beliebtheit und schlägt nun erstmals nach seinem Auftritt im “Schlachthof” vor einigen Jahren wieder in Karlsruhe auf. Passend zur Veröffentlichung seines neuen Buches “Angsterhaltende Maßnahmen” (Ventil Verlag) gibt es einen bunten Mix aus bereits bekannten und neuen Geschichten: witzig, trashig, verqueer und bizarr zugleich.

Der ehemalige Poetry Slam-Meister ist gerade live ein Phänomen, unterhaltsam, charmant, witzig und ganz und gar nicht vorbereitet.

Der Ventil Verlag schreibt in seiner Jan Off-Biographie:

Geb. 1967 in Braunschweig; 1986: Abitur und Heirat; 1987: Zivildienst und Scheidung; danach: Politologie in Münster, Sozialwesen und Mathematik in Braunschweig; 1994: Schreiben und Jobben; ab 1998: Schreiben und Lesen; 1999: Umzug nach Leipzig; 2003: Umzug nach Braunschweig; 2004: Umzug nach Darmstadt. Seit 1998: europaweit über 450 Auftritte.
Bei Ventil erschienen:
»Angsterhaltende Maßnahmen. Homestories« (2007)
»Vorkriegsjugend«, Hör-CD (2004)
»Vorkriegsjugend. 200 Gramm Punkrock« (2003, 4. Aufl 2007)
»Hanoi Hooligans« (2001, 3. Aufl. 2005)
»Köfte« (1999, vergriffen)

Und Jan Off selbst:

Geboren im Jahr des Herrn 1967 in Craiova, Bulgarien;
Studium der Mikrochirurgie und der Strahlenphysik; danach Holzfällerlehre und dreijähriger Aufenthalt in einem Lungensanatorium an der Schwarzmeerküste. 1991 Umzug nach Deutschland.
1994 als “Volksschädling” zu drei Jahren verschärfter Zwangsarbeit in den Kaliminen Südostniedersachsens verurteilt. 1996 vorzeitige Entlassung.
Zur Zeit Importeur abgehalfterter amerikanischer Semiprominenter; nebenbei als Leprakranker bei Hochzeiten und Familienfeiern tätig. Mitglied der kulturbolschewistischen Internationale.
Mitglied des Vereinsvorstandes von TRAKTOR TSCHELJABINSK.

Das alles und noch viel mehr: Jan-Off

Klaus N. Frick, lebende Legende der süddeutschen Punkrock-Szene und Multitalent: Radiomacher, Fanzineschreiber und Buchautor in einer Person. Klaus N. Frick ist seit den frühen 80er Jahen in der Punkrock-Szene aktiv und begleitet sie seitdem journalistisch. Seit 1986 gibt er sein Ego-Fanzine “Enpunkt” heraus, seit 1995 moderiert er die gleichnamige wöchentliche Musiksendung im Karlsruhe Radio Querfunk, nebenbei schreibt er seit Jahren den Fortsetzungsroman “Peter Punk” im ZAP-bzw. OX-Fanzine und ist im bürgerlichen Leben Chefredakteur des Science-Fiction-Magazins Perry Rhodan.

Im Juni 2006 veröffentlichte er sein drittes Buch “Chaos en France – Peter Punk in Avignon”, eine Sammlung der “Peter Punk in Avignon”-Fortsetzungsgeschichen aus dem OX-Magazin, im Dezember 2007 erschien sein Afrika-Reisebuch “Das Tier von Guaroa”.

Klaus N. Frick liest an diesem Abend aus seinen Büchern und Fanzines und wird sicherlich die eine oder andere nette Anekdote einbauen.

Freitag, 08.02.2008 / 20 Uhr / Kohi (Werderplatz, Karlsruhe-Südstadt)

Veranstaltungsort:

KOHI-Kulturraum
Werderstr. 47
76137 Karlsruhe

Kohi Kulturraum

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Twisted Chords

Infoladen Karlsruhe


Mus-Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 01.12.07 in Ettlingen

4. November 2007

Wer anstatt Hirnmus gerne anderes Mus erschaffen möchte, findet eventuell hier die Gelegenheit:

Aus dem Aufruf der Autonomen Antifa Karlsruhe:

“Naziaufmarsch verhindern – Join the antifascist action

+++ Antifaschistische Kundgebung +++ Samstag, 01.12.07 +++ 11:30h +++ Ettlingen, S-Bahn Haltestelle Wasen (Stadtplan) +++

Am 01. Dezember werden Nazis erneut versuchen, durch Ettlingen zu marschieren. Nachdem dies letztes Jahr aufgrund eigener Unfähigkeit nicht funktionierte, starten sie nun Ende des Jahres den vierten Versuch (1, 2, 3) seit Dezember 2005 in Karlsruhe bzw. Ettlingen aufzumarschieren. Dieses Jahr ist allerdings davon auszugehen, dass dies auf juristischem Weg nicht verhindert wird.
Als Veranstalter treten Freie Kräfte und die JN Baden-Württemberg auf, so dass damit zu rechnen ist, dass Nazis aus ganz Süddeutschland nach Ettlingen kommen werden. Die Nazis treffen sich um 13h am Bahnhof Ettlingen-West.

Das Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis bildet wie im letzten Jahr ein breites Bündnis und ruft alle Menschen in Ettlingen dazu auf gegen Rassisten und Nazis zu demonstrieren.
Über Details und weitere antifaschistischen Gegenaktivitäten an diesem Tag in Kürze hier mehr.”


Kommentarverlust

26. September 2007

Durch technische Schwierigkeiten sind ein paar Kommentare abhanden gekommen. Ich bitte vielmals um Entschuldigung.


“Kinderkrankheiten” der iranischen Revolution

17. Juli 2007

Die Mullahs, Chavez und die Junge Welt sind sich einig :
Die antiimperialistische Bewegung schreitet (mit ein paar Kinderkrankheiten) voran.

Und für alle anderen, die nicht selbst Hand anlegen dürfen, gibt es die praktische Alternative am PC.


Seminar in Karlsruhe: Staatskritik

26. Juni 2007
Achtung: Das Seminar wurde vom 8. & 9. September um eine Woche verlegt!

hirnmus veranstaltet am 15. & 16. September ein Seminar mit Ingo Elbe zum Thema Staatskritik. Ingo Elbe ist Mitglied des Arbeitskreises rote ruhr-uni und hat Philosophie an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Zur Zeit promoviert er über die neue Marx-Lektüre in der Bundesrepublik.

Stattfinden wird das ganze voraussichtlich im Falken-Büro / Planwirtschaft am Werderplatz. Falls sich der Ort ändern sollte wird das natürlich rechtzeitig bekannt gegeben.

Das Seminar wird an den zwei Tagen jeweils von ca. 10:00 13:00 bis 19:00 Uhr dauern (selbstverständlich mit Pausen). Eine Anmeldung ist nicht obligatorisch, wir würden uns jedoch über eine kurze Mitteilung an mail@hirnmus.net oder auch über die Kommentarfunktion freuen, damit wir eine ungefähre Vorstellung haben mit wie vielen Leuten wir rechnen können.

Die voraussichtliche Gliederung des Seminars sieht wir folgt aus:
1. Traditionelle marxistische Staatstheorie
2. Internationale, Lenin
2. Formtheorie des Staates (Staatsableitung / Paschukanis)
3. Relationale Staatstheorie (Gramsci, Althusser, Poulantzas)

Hier der Beschreibungstext der roten ruhr-uni zum Seminar:

„Der politische Verstand ist eben politischer Verstand, weil er innerhalb der Schranken der Politik denkt. Je geschärfter, je lebendiger, desto unfähiger ist er zur Auffassung sozialer Gebrechen.“ (Karl Marx)

Appelle an den ‚Vater Staat’, die Wirtschaft doch an die Kandare zu nehmen und damit ‚soziale Gerechtigkeit’ walten zu lassen, erfreuen sich gerade in der Linken nicht erst in neoliberalen Zeiten großer Beliebtheit. Die unbedingte Loyalität, die noch die Aufgeklärtesten den Formen Staat und Recht entgegenbringen, verblüfft dabei stets aufs neue. Hier bekommt radikale Staatskritik den Zorn des gesunden politischen Menschenverstands zu spüren: wo Menschen zusammenleben, da muss die Zwangsgewalt von Staaten herrschen, wer Gegenteiliges behauptet, gilt als unzurechnungsfähig. Die Form Staat, in deren Apologie sich Nazis und SozialdemokratInnen, evangelische GlobalisierungsgegnerInnen und Altstalinisten einig sind, darf allerdings ebenso wenig in bloß moralischer Manier als Exponent des ‚Schweinesystems’ abqualifiziert werden. Entgegen einer solchen „Kritik, welche die Gegenwart zu be- und verurteilen, aber nicht zu begreifen weiß“ (Marx) und wie sie noch das ebenso sympathische wie hilflose Grundrepertoire jeder AnarchistIn ausmacht, sollte es zuerst darauf ankommen, zu erklären, was der (bürgerliche) Staat überhaupt ist, warum kapitalistische Vergesellschaftung, die in der Regel nicht mehr durch direkt gewaltvermittelte, sondern wesentlich sachlich-tauschvermittelte Aneignungsprozesse gekennzeichnet ist, ein solches nunmehr als ‚politische Sphäre’ ausdifferenziertes Zwangsverhältnis noch benötigt, bzw. es permanent reproduziert, wo die Grenzen staatlicher Eingriffskompetenzen in die Ökonomie liegen, warum das Gewaltmonopol den BürgerInnen stets noch als legitimes erscheint usw. Praktische Relevanz erlangt die Erörterung solch ‚abstrakter Fragen’ u.a. durch die daraus folgende Kritik der Auffassungen, gesellschaftliche Emanzipation sei von einem ‚Politikwechsel’ zu erwarten, der Staat sei im Grunde neutrales Instrument sozialer Gruppen oder könne gar beliebig die Ökonomie gestalten – es sei also alles eine Frage des ‚politischen Willens’.

Das Seminar soll zentrale Positionen und konkurrierende Paradigmen marxistischer Staatskritik – von Lenin über die sog. Staatsableitungsdebatte bis hin zu den Ansätzen von Gramsci und Poulantzas – behandeln.


Globalisierungskritische Armee Fraktion?

12. Mai 2007

Die Spiegel Online Redaktion ist ganz aufgeregt: Bei der Großrazzia in Wohnungen potentieller Linksterroristen und Büros linker Gruppierungen for einigen Tagen im norddeutschen Raum wurden, aufgepasst, “Wecker, Drähte, Uhren und größere Feuerwerkskörper” entdeckt! Aber damit nicht genug: Es wurden sogar “ge- und verfälschte Personaldokumente” sichergestellt.
Da bleibt einem nichts mehr anderes übrig als der Staatsanwaltschaft zum grandiosen Fahndungserfolg zu gratulieren. Aber moment, wenn ich mich so in meiner Bude umschaue muss ich zugeben: Einen Wecker und die ein oder andere Uhr besitze ich ebenfalls. In der Küche habe ich ein paar Drähte herumfahren und im Keller sind noch von Sylvester übriggebliebene Feuerwerkskörper. Wenn ich es genau überlege habe ich auch schonmal meinen Personalausweis gefälscht um mit 15 in die Disko zu kommen. Besser ich zeige mich gleich selbst an um vielleicht auf mildernde Umstände hoffen zu können.


„Ich halte meine Formulierung nicht aufrecht. Ich distanziere mich davon und glaube, dass damit alles gesagt worden ist“

18. April 2007

Daß alles gesagt worden ist glaubt vielleicht Günther Oettinger. Daß es zu seiner Umdeutung des NS-Marinerichters und späteren Ministerpräsidenten Baden-Württembergs Hans Filbinger zum Widerstandskämpfer noch einiges lesenswertes zu schreiben gibt zeigt der Artikel “Eine deutsche Affäre” auf “Lizas Welt”.