Mit Jesus und Herbi gegen die G8

24. März 2007

Passend zum vorhergehenden Thema:

Das „Antifaschistische und Antiimperialistische Bündnis gegen die G8″ präsentiert auf ihrer Homepage: http://www.g8versenken.de eine so genannte „Choreografie des Widerstandes„; der geneigte Betrachter möge doch bitte seine Aufmerksamkeit auf die Veranstaltung am Sonntag Abend richten: „Gottesdienst in Doberan“ und auf die Veranstaltung am Donnerstag mittag: „Konzert mit Grönemeyer“. Tja mit solchen Verbündeten, kann für die (protestierende) Linke bestimmt nichts mehr schief gehen…..

P.S. Ob die „Neubesiedlung Bombodrom“ bewusst einige Stunden vor den Gottesdienst gelegt wurde, just in case…?

2 Antworten zu “Mit Jesus und Herbi gegen die G8”


  1. Heul doch!
    Guude Laune und Feierei gibts bei uns
    Hinter dem Zaun, da liegt der Strand!
    http://hedonist-international.org

    Im Juni findet der G8-Gipfel in Heiligendamm an der Ostsee statt. Das wird ein großes PR-Spektakel der Industrienationen, ein Symbol für all die Scheisse, die auf der Welt abläuft. Und weil wir die besseren Ideen, die schöneren Träume haben als diese Veranstaltung, wäre es doch wunderbar diesem Spektakel ein anderes entgegen zu setzen.

    Weil der G8-Gipfel für alles steht, was schiefläuft, kommen auch alle möglichen Leute, die wollen, dass es anders läuft. Da kommen Anti-Walfang-Ökos und auch stramme Politfreaks, die das Lachen schon lange verlernt haben. Es kommen aber auch jede Menge nette Leute aus vielen Ländern dieser Welt, mit denen wir die paar Tage im Juni zu einem Festival des Protests machen können.

    Ein paar Ideen, wie wir als „Hedonistische Internationale“ uns in die Proteste einbringen können, gibt es schon. Wir können mit unserer Musik und Lebensfreude tanzend bunt und laut die Großdemo bereichern, danach einen Rave veranstalten, der sich gewaschen hat, vielleicht ein paar Workshops anbieten – und dann, wenn der Gipfel beginnt, uns mit kreativen, spontanen, unvorhergesehenen, medienwirksamen, lustigen, lauten Aktionen beteiligen.

    Die Gründe gegen den G8-Gipfel zu demonstrieren sind vielfältig. Dem einen von uns geht es vielleicht darum, dass er fürs Musiktauschen bestraft werden kann, der nächsten passt nicht, dass sie für die gleiche Arbeit immer weniger Kohle bekommt und sich von Praktikum zu Praktikum hangeln muss, wieder jemand anderes hat die Schnauze voll, dass Freiräume plattgemacht werden, während überall der Kommerz sprießt. Es wird Menschen geben, die keine Lust mehr haben ihre Grundrechte und Freiheit zu verlieren oder sich immer fleißiger dem Druck zu stellen zu müssen, der uns zu Konkurrenten machen soll. Und es gibt natürlich Leute, die immer schon mal tanzend eine Revolution machen wollten. Jedem von uns ist dabei klar, dass die meisten Menschen auf dieser Welt sich noch mit viel existenzielleren Problemen rumschlagen müssen.

    Es gibt 1000 gute Gründe dem G8-Gipfel den Bass ins Gesicht blasen zu lassen. G8 steht nicht für die Welt, die wir haben wollen. In unserer Welt wird miteinander statt gegeneinander gelebt, bei uns meint Freiheit auch Freiheit und nicht Profit. Wir haben alle Ideen, die etwas anderes wollen als das Bestehende. Unsere Ideen liegen irgendwo zwischen fröhlichem Miteinander, Anarchie, Epikurismus, bunter Wunderwelt, Freundschaft, Sinnlichkeit, Ausschweifung, Ferienkommunismus, Toleranz, Freiheit, sexueller Freizügigkeit, Freude, Frieden, Kunst, kosmopolitischen Dasein, einer Welt ohne Grenzen und Diskriminierung und vielen anderen schönen Dingen – die heute nicht und erst recht nicht für alle Menschen verwirklicht sind.

    Auf nach Heiligendamm. Ans Meer. Im Sommer.
    G8 wegtanzen, wegbassen, die Show stehlen.
    Hinter dem Zaun, da liegt der Strand.

    *

    Hinter dem Zaun, da liegt der Strand!

    Im Juni findet der G8-Gipfel in Heiligendamm an der Ostsee statt. Das wird ein großes PR-Spektakel der Industrienationen, ein Symbol für all die Scheisse, die auf der Welt abläuft. Und weil wir die besseren Ideen, die schöneren Träume haben als diese Veranstaltung, wäre es doch wunderbar diesem Spektakel ein anderes entgegen zu setzen.

    Weil der G8-Gipfel für alles steht, was schiefläuft, kommen auch alle möglichen Leute, die wollen, dass es anders läuft. Da kommen Anti-Walfang-Ökos und auch stramme Politfreaks, die das Lachen schon lange verlernt haben. Es kommen aber auch jede Menge nette Leute aus vielen Ländern dieser Welt, mit denen wir die paar Tage im Juni zu einem Festival des Protests machen können.

    Ein paar Ideen, wie wir als „Hedonistische Internationale“ uns in die Proteste einbringen können, gibt es schon. Wir können mit unserer Musik und Lebensfreude tanzend bunt und laut die Großdemo bereichern, danach einen Rave veranstalten, der sich gewaschen hat, vielleicht ein paar Workshops anbieten – und dann, wenn der Gipfel beginnt, uns mit kreativen, spontanen, unvorhergesehenen, medienwirksamen, lustigen, lauten Aktionen beteiligen.

  2. ed.g Sagt:

    Hinterm Zaun steht ihr vielleicht auf dem Strand – und dann?
    Vielleicht werdet „ihr“ dann auch merken – es sind nicht die „bösen“ „raffgierigen“ Politiker die auf dem G8 gemeinsame Pläne schmieden wie sie gemeinsam die Welt beherrschen. Auf dem Strand werdet ihr vielleicht merken, dass „ihr“ immer noch für das Eis dass man gerne am Strand isst, das Prinzip des warenförmiges Tausches eingehen werden müsst, denn auch die Verhinderung des G8-Gipfels hat die warenförmige Vergesellschaftung und das in ihr immanent angelegte Prinzip des Tausches nicht aufgehoben. Vielleicht werdet „ihr“ auch merken, dass die angeblich 1000 guten Gründe die „ihr“ gefunden habt gegen den G8-Gipfel zu demonstrieren nicht als eine einzige Projektion war, die ein Wahngebilde aufgebaut hat. und vielleicht werdet „ihr“ darin merken dass der G8-Gipfel nicht für alles stand was schief läuft, weil das was schief läuft immer noch da ist. Vielleucht merkt ihrt dann auch, dass der Strand an der Cote d’Azur eh viel schöner ist als der in Heiligendamm. Denn hinter dem Zaun in Heiligendamm da liegt der Strand, aber wer will dahin?


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